BiPi’s Leben:

Sir Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell, den alle Bi-Pi nennen, ist der Vater der Pfadfinderbewegung.
Er wurde am 22. Februar 1857 in London als 12tes von 14 Kindern geboren. Er verlor schon bald seinen Vater und musste lernen sich durchzuschlagen. Er liebte es zu zeichnen, zu musizieren und Theater zu spielen, doch am liebsten hielt er sich in der Natur auf.
Nach dem Schulabschluss trat er eine militärische Laufbahn an und hielt sich dadurch oft im Ausland auf. Ausserdem erhielt er die Aufgabe Scouts (Späher) auszubilden. Dabei gab er nicht viel auf soldatische Formen, sondern mehr auf Eiganverantwortung seiner Schützlinge und darauf, alles auch selbst mitzumachen was die Jungen zu lernen hatten.
Berühmt wurde BiPi im Burenkrieg in Mafeking (Südafrika). Er verstand es, das Volk bei guter Laune zu halten und trotz einer Zahlenmässigen Unterlegung den Feind hinzuhalten. Um den Truppen nicht noch Männer wegzunehmen bildete er eine Knabenhilfsgruppe, welche bewies, dass auch Jugendliche in der Lage sind unglaubliche Leistungen zu vollbringen.
Gründung der Pfadfinderbewegung:
Nach dem Krieg beschrieb Bi-Pi seine Erfahrungen in dem Buch „Scouting for Boys“ aufgrund dessen sich in England Pfadigruppen bildeten. BiPi übernahm dann deren Gesamtleitung.
1907 führte er auf der südenglischen Insel Brownsea das erste Pfadilager durch, mit 27 Knaben.
Am grossen Pfadfindertreffen in London 1909 tauchte die erste Mädchengruppe in Pfadiuniform auf. BiPi war zuerst skeptisch, wurde dann aber davon überzeugt eine Mädchenbewegung zu gründen. Die Leitung dieser übernahm zuerst seine Schwester und 1912 seine Frau Olave Soames, von allen Lady BiPi genannt. 1916 wurde offiziell die Pfadfinderinnenbewegung gegründet.
1937 verabschiedete sich BiPi am Jamboree (Weltpfadilager) in Holland von den Pfadfindern mit den Worten: „Das eigene Glück aber findet ihr darin, dass ihr andere glücklich macht!“ . 4 Jahre darauf ist er verstorben.
Lady BiPi blieb Chef Guide der Mädchenbewegung bis zu ihrem Tode 1978.
Die Pfadibewegung in der Schweiz:
Die Pfadfinderidee kam an verschiedenen Orten in der Schweiz unabhängig voneinander auf. Schon 1910 entstand in Basel der „Pfadfinderverein Pro Patria“ während in Genf ab 1911 ein Jugendklub Pfadigestalt annahm. Auch bei den Organisationen des Christlichen Verein Junger Männer fand die Pfadimethode Eingang und einige gründeten unter ihrem Dachverband eine Pfadi.
1913 gründeten dann diese Gruppen den Schweizerischen Pfadfinderbund (SPB) und den Bund schweizer Pfadfinderinnen (BSP) mit einigen Kantonalverbänden.
1925 entstand das internationale Pfadfinderheim in Kandersteg.
1987 fusionierten der SPB und der BSP zur Pfadibewegung Schweiz (PBS).